26. November 2021
Der neue Vorstand ist gewählt.
Es gibt den unerwarteten Nachschlag. Unser bewärtes Team macht noch einmal weiter.
Unsere Tochter Lena wurde am 28.12.2003 in der Ukraine geboren. Im
September 2005 lernten wir Lena in der Ukraine in einem Kinderheim
kennen. Lena war stark entwicklungsverzögert und hatte bis dahin mit
schweren Krankheiten viel Zeit in den ukrainischen Krankenhäusern
verbracht. Im Oktober durften wir dann nach einem abgeschlossenen
Adoptionsverfahren unsere Tochter mit nach Deutschland nehmen. Bereits
im Kinderheim fiel uns auf, dass Lena nicht auf Geräusche reagierte.
Nach einem ersten Besuch beim Kinderarzt und eine weitere Untersuchung
(BERA) bei der HNO-Ärztin in Gießen stand fest: Lena ist taub! Mit
dieser Diagnose hatten wir natürlich nicht gerechnet. Wir waren
schockiert! Dennoch hatten wir das Glück mit dieser Diagnose nicht
allein gelassen zu werden. Die HNO-Ärztin, Frau Dr. Lang, schickte uns
direkt zum Hörgeräte Espig in Gießen. Dort wurden wir sehr nett betreut
und gut beraten. Erste Unsicherheiten wurden uns genommen Wir bekamen
für Lena beidseits Hörgeräte, mit denen es jedoch keinen Erfolg im Hören
gab! Wir hörten das erste Mal von einem Cochlea Implantat. Hierzu gab es
natürlich ganz viele erste Fragen: „Wie funktioniert es? Kann es bei
Lena eingesetzt werden? Wird Lena mit dem Cochlea Implantat Hören und
Sprechen können.“ Gleichzeitig empfahl man uns einen Kontakt zu den
Kleinen Lauschern aufzunehmen. Bei Herrn Kessler, zu dieser Zeit der
Vorsitzende der Kleinen Lauscher, konnten wir uns auch über den Alltag
bzw. den Umgang mit einem Cochlea Implantat informieren. Die
Entscheidung war gefallen! Lena wurde im Juni 2006 auf der rechten Seite
und im Mai 2007 auf der linken Seite in der Uniklinik Frankfurt mit
einem Cochlea Implantat versorgt. Rückblickend war dies eine richtige
Entscheidung.
Lena ist heute ein sprachfreudiges Kind. Sie spricht gut und
verständlich. Nach dem Besuch eines Regelkindergartens mit
Integrationshelferin wurde Lena in die Regelschule eingeschult. Dort
haben wir für Lena eine Schulbegleiterin, da bei ihr auch körperliche
Einschränkungen vorliegen. Begleitet werden wir des Weiteren von einer
ambulanten Förderlehrerin von der Schule für Hörgeschädigte aus Bad
Camberg.
Heute wollen wir gerne anderen Familien bei den vielen offenen Fragen
helfen, so wie uns damals geholfen wurde. Es ist wichtig sich mit
Betroffenen auszutauschen und die Kleinen Lauscher bieten noch viel mehr
Anja Fischer
Mein Name ist Antje Kolwes.
Ich bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter, Laureen , 13 J. und Hannah, 6 J.
Als wir bei Hannah die Diagnose ` an Taubheit grenzend schwerhörig bekamen, brach für mich zunächst eine Welt zusammen! „Wie sollte es denn jetzt für uns weitergehen?“, waren meine ersten Gedanken.
Ich bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter, Laureen , 13 J. und Hannah, 6 J.
Als wir bei Hannah die Diagnose ` an Taubheit grenzend schwerhörig bekamen, brach für mich zunächst eine Welt zusammen! „Wie sollte es denn jetzt für uns weitergehen?“, waren meine ersten Gedanken.
Glücklicherweise hatten wir bereits kurze Zeit später mit den KLEINEN LAUSCHERN
einen ersten Kontakt, was uns sehr weitergeholfen hat!
Hannah wurde dann mit 3 Monaten mit Hörgeräten versorgt, auch die Frühförderung lief an. Von ihren Hörgeräten profitierte sie auch anfangs, auch die ersten Worte kamen!
Mit der Zeit war uns aber klar, dass es für unsere Tochter recht schwer werden würde, in die Lautsprache zu kommen. Nach vielen Gesprächen mit der Frühförderin, Pädaudiologin und der HNO-Ärztin, entschieden wir uns im Sommer 2006 zur Implantation des 1.CI`s, da war Hannah gerade ein Jahr. Im Januar 2010 folgte dann CI Nummer 2., bis dahin hatte sie auf dieser Seite ihr Hörgerät.
Die KLEINEN LAUSCHER waren meiner Familie und mir eine große Hilfe, bei allen Entscheidungen und Fragen rund um`s Ohr! Ich bin froh, dass die KLEINEN LAUSCHER weiterhin bestehen! Seit
Ende letzten Jahres bin ich nun auch im Vorstand als Kassiererin tätig und hoffe so, ein bisschen von dem weiter-/zurückzugeben, was wir erfahren haben.
Hannah wurde dann mit 3 Monaten mit Hörgeräten versorgt, auch die Frühförderung lief an. Von ihren Hörgeräten profitierte sie auch anfangs, auch die ersten Worte kamen!
Mit der Zeit war uns aber klar, dass es für unsere Tochter recht schwer werden würde, in die Lautsprache zu kommen. Nach vielen Gesprächen mit der Frühförderin, Pädaudiologin und der HNO-Ärztin, entschieden wir uns im Sommer 2006 zur Implantation des 1.CI`s, da war Hannah gerade ein Jahr. Im Januar 2010 folgte dann CI Nummer 2., bis dahin hatte sie auf dieser Seite ihr Hörgerät.
Die KLEINEN LAUSCHER waren meiner Familie und mir eine große Hilfe, bei allen Entscheidungen und Fragen rund um`s Ohr! Ich bin froh, dass die KLEINEN LAUSCHER weiterhin bestehen! Seit
Ende letzten Jahres bin ich nun auch im Vorstand als Kassiererin tätig und hoffe so, ein bisschen von dem weiter-/zurückzugeben, was wir erfahren haben.
Auf eine gute Zusammenarbeit!
Antje Kolwes
Antje Kolwes
Als
wir nach der Geburt unserer Tochter Hannah den Befund „an Taubheit
grenzend Schwerhörig“ mitgeteilt bekamen, fielen wir in das bekannte,
tiefe Loch. Wenige Tage danach hatten wir den ersten Kontakt zu
den„Kleinen Lauschern“. So kamen wir frühzeitig mit anderen Eltern in
Kontakt und konnten von deren bisherigen Erfahrungen profitieren.
Mit 3 Monaten erhielt Hannah beidseitig Hörgeräte, von denen sie auch profitierte. Leider war es in der Folge absehbar, dass es mit den Hörgeräten nicht zum Erlernen der Lautsprache ausreichen würde und so beschlossen wir – auch auf Empfehlung unserer HNO-Ärztin, der Frühförderin und unserer Pädaudiologin, zur ersten CI Implantation im Juni 2006.
Im Januar 2010 erhielt Hannah auch auf der zweiten Seite ihr „neues Ohr“, das zweite CI.
Die „Kleinen Lauscher“ haben uns in den vergangenen Jahren viel geholfen und so war es für meine Frau und mich selbstverständlich, im Vorstand mitzuhelfen.
Ich bin froh, dass sich im Dezember 2009 auch andere bereit erklärt haben, im Vorstand mitzuarbeiten. Nur so ist es möglich, dass unser Verein weiter besteht und ich hoffe, ich kann anderen Eltern auch so helfen, wie die “Kleinen Lauscher“ uns geholfen haben.
Ich bin 43 Jahre alt und seit 12 Jahren glücklich verheiratet. Unsere zweite Tochter Laureen ist jetzt 11 Jahre alt und normalhörend. Hannah profitiert sehr von ihrer großen Schwester und es macht Spaß, beiden bei ihrer Entwicklung helfen zu können. Hannah geht seit 2 Jahren in den Regelkindergarten und das Thema Einschulung steht uns bald bevor.
Sie alle rufe ich auf, sich bei uns zu engagieren und mitzuarbeiten zum Wohle unserer Kinder.
Werden Sie Mitglied bei uns – werden Sie auch ein Teil der „Lauscher-Familie“.
Mit 3 Monaten erhielt Hannah beidseitig Hörgeräte, von denen sie auch profitierte. Leider war es in der Folge absehbar, dass es mit den Hörgeräten nicht zum Erlernen der Lautsprache ausreichen würde und so beschlossen wir – auch auf Empfehlung unserer HNO-Ärztin, der Frühförderin und unserer Pädaudiologin, zur ersten CI Implantation im Juni 2006.
Im Januar 2010 erhielt Hannah auch auf der zweiten Seite ihr „neues Ohr“, das zweite CI.
Die „Kleinen Lauscher“ haben uns in den vergangenen Jahren viel geholfen und so war es für meine Frau und mich selbstverständlich, im Vorstand mitzuhelfen.
Ich bin froh, dass sich im Dezember 2009 auch andere bereit erklärt haben, im Vorstand mitzuarbeiten. Nur so ist es möglich, dass unser Verein weiter besteht und ich hoffe, ich kann anderen Eltern auch so helfen, wie die “Kleinen Lauscher“ uns geholfen haben.
Ich bin 43 Jahre alt und seit 12 Jahren glücklich verheiratet. Unsere zweite Tochter Laureen ist jetzt 11 Jahre alt und normalhörend. Hannah profitiert sehr von ihrer großen Schwester und es macht Spaß, beiden bei ihrer Entwicklung helfen zu können. Hannah geht seit 2 Jahren in den Regelkindergarten und das Thema Einschulung steht uns bald bevor.
Sie alle rufe ich auf, sich bei uns zu engagieren und mitzuarbeiten zum Wohle unserer Kinder.
Werden Sie Mitglied bei uns – werden Sie auch ein Teil der „Lauscher-Familie“.
Ihr
Dirk Weber
1. Vorsitzender
Am 15.7.2005 wurde unsere älteste Tochter Sara geboren, zu diesem Zeitpunkt gab es in Hessen noch kein routinemäßiges Hörscreening. Saras Entwicklung verlief die nächsten Monate unauffällig, wobei sie insbesondere die ersten 6 Monate sehr viel und ausdauernd schrie. Nach dem ersten halben Jahr fiel uns immer stärker auf, dass sie auf Geräusche wenig oder gar nicht reagierte. Dazu lautierte sie immer nur auf denselben Laut.
Der erste HNO-Arzt, dem wir unsere Beobachtungen mitteilten, nahm unsere Sorgen nicht ernst und wiegte uns in Sicherheit. Nach 6 Wochen (im Mai 2006) suchten wir einen Facharzt/Pädaudiologen auf, da wir uns sicher waren, dass mit Saras Gehör etwas nicht stimmte. Seine Diagnose (beidseitige Innenohrschwerhörigkeit) war für uns dennoch unfassbar, da wir niemals mit solch einem Extrem gerechnet hatten. Noch am gleichen Tag suchten wir einen Akustiker in unserer Nähe auf. Das war unser Glück, denn Herr Pietschmann und sein Team (insbesondere Frau Plesa) waren die ersten, die uns mit dieser Diagnose auffingen und Mut machten. Sie nahmen sich viel Zeit und erwähnten die, die für uns bis dato, unbekannte Möglichkeit eines Implantats.
Im Juli 2006 wurde die Diagnose in der Klinik für Kommunikation in Mainz bestätigt (Hörschwelle rechts 100 dB, links bis 103 dB keine Potentiale nachweisbar).Im Zuge unseres Klinikaufenthalts stellte sich heraus, dass Saras Hörstörung aufgrund eines genetischen Defekts aufgetreten ist. Bei dieser Hörschwelle war für uns relativ klar, dass wir die Möglichkeit der CI´s nutzen wollten. Im Oktober 2006 wurde Sara in der Uniklinik Frankfurt links ein CI eingesetzt, im darauffolgenden Sommer (Juni 2007) kam das rechte Ohr dran.
Saras Hör- und Sprachentwicklung verlief so gut, dass sie bereits ein Jahr später in sprachlicher Hinsicht nahezu altersgemäß entwickelt war. So besuchte sie vom Sommer 2008 bis Sommer 2011 einen Regelkindergarten und seit diesem Sommer die Regelschule in unserem Stadtteil.
Den Kontakt zu den Kleinen Lauschern bekamen wir über unseren Akustiker und dies war sehr wichtig. Denn dadurch lernten wir ein Kind mit CI´s kennen, dass uns Hoffnung gab, dass unsere Tochter ebenso hören und sprechen lernen würde. Diese Hoffnung hat sich vollends erfüllt. Nun möchte ich durch meine Mitarbeit bei den Kleinen Lauscher unsere Erfahrungen ebenso anderen Eltern bei Bedarf zur Verfügung stellen.
Tanja Velte
Im
Oktober 2006 kam unser zweiter Sohn Noah zur Welt. Schon die ersten Tag
seines Lebens waren überschattet von der Angst um seine Gesundheit.
Man
verlegte ihn auf die Säuglingsintensivstation um abzuklären, ob es bei
ihm eine Verbindung zwischen Luft- und Speiseröhre gäbe. Doch nach
einigen Untersuchungen stellte sich heraus, dass dem nicht so ist. Er
wurde noch ein bisschen aufgepäppelt und nach zehn Tagen durften wir die
Klinik endlich verlassen. Beim nächsten Kinderarztbesuch sollten wir
allerdings den OAE-Test nochmals wiederholen lassen, da er in der
Geburtsklinik negativ ausgefallen war. Man beruhigte uns allerdings,
denn dies sei wohl öfter der Fall.
Leider fiel auch die Wiederholung des
OAE-Tests negativ aus. Nun standen weitere Untersuchungen in der Klinik
für Kommunikationsstörungen in Mainz an, welche drei Tage vor
Weihnachten die Diagnose „mittel- bis hochgradige Hörstörung“
hervorbrachte. Mit vier Monaten bekam Noah Hörgeräte verordnet, welche
ihm aber keinen Nutzen brachten. Sein Hörgewinn durch die Hörgeräte war
nicht ausreichend um Sprache zu erlernen. Schon recht früh haben wir uns
mit der CI-Operation befasst. Der achtzehnjährige Sohn einer
befreundeten Familie trug bereits seit neun Jahren ein Cochlea-
Implantat und profitierte davon sehr. Durch diesen Kontakt wurde uns die
Entscheidung für ein CI um einiges erleichtert. So fieberten wir auf
Noahs ersten OP-Termin Ende August 2007 förmlich entgegen. Er bekam das
damals noch recht neue Sonata Implantat mit dem Opus 2 Sprachpozessor
der Firma MED EL. Da wir schon schnell Hörreaktionen und vermehrtes
Lautieren bei Noah feststellen konnten, vereinbarten wir für Januar 2008
die zweite CI-OP in Mainz. Auch diesmal lief alles glatt und Noah machte
weitere Fortschritte.
Mittlerweile ist Noah schon fast vier Jahre alt
und entwickelt sich prima. Seine Aussprache ist deutlich und sein
Wortschatz wächst von Tag zu Tag. Er besucht einen Regelkindergarten und
kommt dort gut zurecht.
Durch die Arbeit im
Verein „Kleine Lauscher“ möchte ich anderen betroffenen Familien zur
Seite stehen. Ich möchte das zurückgeben, was meine Frau Sonja und ich
damals in der Entscheidungsfindung und auf unserem bisherigen Weg mit
CI-Kind von anderen Lauscherfamilien erfahren haben.
Sehr gerne stehe ich als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie dürfen sich jederzeit bei mir melden:
Sehr gerne stehe ich als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie dürfen sich jederzeit bei mir melden:
Bastian Roseboom
Im April
2005 wurden unsere Zwillinge Timon und Elric geboren, ca. zwei Jahre
nach Janis – unserem Großen. Janis und Timon sind hörend und quasseln
ohne Ende.
Elric –
der Kleinere von beiden Zwillingen – wurde in seinen ersten drei
Lebensmonaten mehrmals operiert, doch danach schien zunächst alles in
Ordnung zu sein. Er war quicklebendig und fröhlich. Mit 9 Monaten kam
der erste Verdacht auf, dass er nicht optimal hört. Also gab es zunächst
Paukenröhrchen. Erst Wochen später konnte mit Erfolg eine BERA gemacht
werden. Die Diagnose: Schwerhörig, aber er kann mit Hörgeräten in die
Sprache kommen. Im Juli 2006 bekam er seine ersten Hörgeräte und
akzeptierte sie von Anfang an sehr gut. Schon im Herbst kam sein erstes
Wort – und ging wieder. Stärkere Hörgeräte sollten helfen. Im Januar
2008 kam wieder ein neues Wort – und ging wieder. Na ja, bei Janis war
es ähnlich. Aber als nach weiteren 4 Monaten sprachlich keine
Fortschritte zu erkennen waren, begannen wir, uns mit Cochlear
Implantaten auseinander zu setzen. Im Juli 2008 wandten wir uns an die
Uniklinik Mainz, wo nochmals eine BERA gemacht wurde. Ergebnis: an
Taubheit grenzend schwerhörig mit einer Verschlechterung von mehr als 30
dB. Diagnose: Fortschreitende Schwerhörigkeit, das gibt es nur sehr
selten. Im Dezember 2008 wurde Elrics erstes CI eingeschaltet – er war
inzwischen 2 Jahre und 8 Monate alt. Sein 2tes CI bekam er dann im Juni
2009. Insgesamt macht er langsame, aber stetige Fortschritte. Elric hört
selbst leise Geräusche, imitiert sie, kennt und kann schon sehr viele
Wörter und die ersten Sätze kommen. Es fällt ihm schwerer als den früh
implantierten Kindern und es bereitet ihm Mühe, sprechen und zuhören zu
lernen. Aber Elric ist eine Kämpfernatur und gemeinsam werden wir es
schaffen, dass er gut sprechen und seinen Weg finden wird.
Während
der gesamten Zeit bekamen wir in jeder Hinsicht Unterstützung von Anja
Kutrowatz, als Früh- und Einzelförderin, zum einen mit Informationen und
Tipps, aber auch mit aufmunternden und tröstenden Worten. Diese
Unterstützung will ich auch anderen betroffenen Eltern geben, denn es
gibt immer Situationen, in denen man wieder neue Perspektiven und den
Austausch mit anderen braucht.
Norbert Flassak